VIII. Kapitel: Das Amt Jesu Christi

 

Jesus Christus ist der Messias, der Gesalbte Gottes.

Joh 20,31 "Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, daß Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen."
Apg 10,38 "wie Gott Jesus von Nazareth gesalbt hat mit heiligem Geist und Kraft; der ist umhergezogen und hat Gutes getan und alle gesund gemacht, die in der Gewalt des Teufels waren, denn Gott war mit ihm."

In Ihm ist jede Salbung des AT erfüllt. Im AT wurde der Prophet, Priester und König gesalbt und so in seinen Dienst eingesetzt und für ihn ausgerüstet.

1.Kön 19,15-16 "Aber der Herr sprach zu ihm: Geh wieder deines Weges durch die Wüste nach Damaskus und geh hinein und salbe Hasael zum König über Aram und Jehu, den Sohn Nimschis, zum König über Israel und Elisa , den Sohn Schafats, von Abel-Mehola zum Propheten an deiner Statt."
3.Mose 8,12 "Und er goß von dem Salböl auf Aarons Haupt und salbte ihn, daß er geweiht würde,"
1.Sam 16,13 "Da nahm Samuel sein Ölhorn und salbte ihn mitten unter seinen Brüdern. Und der Geist des Herrn geriet über David von dem Tag an und weiterhin. Samuel aber machte sich auf und ging nach Rama."
Jes 61,1-2 "Der Geist Gottes ist auf mir, weil der Herr mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, daß sie frei und ledig sein sollen; zu verkündigen ein gnädiges Jahr des Herrn und einen Tag der Vergeltung unsres Gottes, zu trösten alle Trauernden,"

Die Salbung Jesu Christi geschah bei Seiner Taufe im Jordan (Apg 10,37-38). Hier wurden die alttestamentlichen Vorbilder auf Christus hin erfüllt. In Ihm erkennen wir nun die Erfüllung des Propheten, Hohenpriesters und Königs.

Gott   Gott   Gott   Gott  
Sünde   Prophet   Hoherpriester   König
Mensch   Mensch   Mensch   Mensch  

Die drei Ämter Christi sind eng miteinander verbunden. Sein prophetisches Wirken bereitete Seinen hohenpriesterlichen Dienst vor, der wiederum Voraussetzung zur Aufrichtung Seiner Königsherrschaft war.

Joh 15,22 "Wenn ich nicht gekommen wäre und hätte es ihnen gesagt, so hätten sie keine Sünde; nun aber können sie nichts vorwenden, um ihre Sünde zu entschuldigen."
1.Petr 2,24 "der unsre Sünde selbst hinaufgetragen hat an seinem Leibe auf das Holz, damit wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben. Durch seine Wunden seid ihr heil geworden."
1.Kor 12,3 "Darum tue ich euch kund, daß niemand Jesus verflucht, der durch den Geist Gottes redet; und niemand kann Jesus den Herrn nennen außer durch den heiligen Geist."

 

ANREGUNGEN:

2.Kor 1,21 "Gott ist's aber, der uns fest macht samt euch in Christus und uns gesalbt und versiegelt und in unsere Herzen als Unterpfand den Geist gegeben hat."
1.Joh 2,27-28 "Und die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt in euch, und ihr habt nicht nötig, daß euch jemand lehrt; sondern, wie euch seine Salbung alles lehrt, so ist's wahr und ist keine Lüge, und wie sie euch gelehrt hat, so bleibt in ihm."

"Warum ist er Christus, das ist ein Gesalbter, genannt? Weil er von Gott dem Vater verordnet und mit dem Heiligen Geist gesalbt ist zu unserm obersten Propheten und Lehrer, der uns den heimlichen Rat und Willen Gottes von unserer Erlösung vollkömmlich geoffenbart; und zu unserm einzigen Hohenpriester, der uns mit dem einzigen Opfer seines Leibes erlöst hat und immerdar mit seiner Fürbitte vor dem Vater vertritt; und zu unserm ewigen König, der uns mit seinem Wort und Geist regiert und bei der erworbenen Erlösung schützt und erhält."

 

1. Das prophetische Amt Jesu Christi

 

a) Definition

Der Begriff "Prophet" kommt aus der griechischen Sprache und bedeutet soviel wie "Verkündiger" und "Sprecher", dann in einem engeren Sinne auch "Vorhersager". Die LXX benutzt "Prophet" als Übersetzung des hebräischen nabi, einem Wort, dessen Herkunft nicht zweifelsfrei zu klären ist. Neben nabi (=Prophet) gebraucht das AT auch die Begriffe "Mann Gottes" und "Seher / Schauer", die jedoch nicht eindeutig von einander abgegrenzt werden können. In 1.Sam 9,9 finden wir einen Hinweis:

1.Sam 9,9 "Vorzeiten sagte man in Israel, wenn man ging, Gott zu befragen: Kommt, laßt uns zu dem Seher gehen! Denn die man jetzt Propheten nennt, die nannte man vorzeiten Seher."

1.Chr 29,29 stellt dann gleich drei Begriffe nebeneinander:

1.Chr 29,29 "Die Geschichte aber des Königs David, die frühere und die spätere, siehe, die steht geschrieben in der Geschichte des Samuels, des Sehers [roäh], und in der Geschichte des Propheten [nabi] Nathan und in der Geschichte Gads, des Sehers [chozäh],"

Der Gebrauch des hebräischen nabi wird durch folgenden Vers besonders deutlich:

2.Mose 7,1-2 "Der Herr sprach zu Mose: Siehe, ich habe dich zum Gott gesetzt für den Pharao, und Aaron, dein Bruder, soll dein Prophet sein. Du sollst alles reden, was ich dir gebieten werde; aber Aaron, dein Bruder, soll es vor dem Pharao reden, damit er die Israeliten aus seinem Lande ziehen lasse."

Mose nimmt hier die Stellung des Herrschenden ein, Aaron die des Propheten, der die empfangene Botschaft weitergibt.

2.Mose 4,16 "Und er soll für dich zum Volk reden; er soll dein Mund sein, und du sollst für ihn Gott sein."

Das prophetische Amt umfaßt also zwei wichtige Aufgaben:

Der Prophet ist folglich eine berufene Person, die im Auftrag Gottes das empfangene göttliche Wort an seine Zeitgenossen weitergibt.

5.Mose 18,18 "Ich will ihnen einen Propheten, wie du bist, erwecken aus ihren Brüdern und meine Worte in seinen Mund geben; der soll zu ihnen reden alles, was ich ihm gebieten werde."
Jer 1,9 "Und der Herr streckte seine Hand aus und rührte meinen Mund an und sprach zu mir: Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund."

 

ANREGUNGEN:

 

b) Verheißen im AT

Jesus Christus, der Prophet, war im AT verheißen.

5.Mose 18,15 "Einen Propheten wie mich wird dir der Herr, dein Gott, erwecken aus dir und aus deinen Brüdern; dem sollt ihr gehorchen."

Jedoch wurde Christus nicht erst in Seiner inkarnierten Gestalt zum Propheten. Er war es bereits zur Zeit des AT, ja schon von Ewigkeit her.

1.Petr. 1,11 "und haben geforscht, auf welche und was für eine Zeit der Geist Christi deutete, der in ihnen war und zuvor bezeugt hat die Leiden, die über Christus kommen sollten, und die Herrlichkeit danach."
Joh 1,1 "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort."

So erstreckt sich Sein Prophetenamt von Anfang an bis in alle Ewigkeit.

Offb 19,13 "Und er war angetan mit einem Gewand, das mit Blut getränkt war, und sein Name ist: Das Wort Gottes."

 

c) Geoffenbart im NT

Die Verheißung des AT wird in Jesus Christus erfüllt. Von Seinem Dienst als Prophet lesen wir im NT.

Apg 3,22 "Mose hat gesagt: 'Einen Propheten wie mich wird euch der Herr, euer Gott, erwecken aus euren Brüdern; den sollt ihr hören in allem, was er euch sagen wird.'"
Hebr 1,2 "hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn, den er eingesetzt hat zum Erben über alles, durch den er auch die Welt gemacht hat."

Jesus Christus erfüllt Sein prophetisches Amt, indem Er den Vater offenbart (Joh 14,9).

Joh 16,25 "Das habe ich euch in Bildern gesagt. Es kommt die Zeit, daß ich nicht mehr in Bildern mit euch reden werde, sondern euch frei heraus verkündigen von meinem Vater."

Er tut dies auch durch die Weitergabe des empfangenen Wortes (s. Definition)

Joh 8,26 "Da sprach Jesus zu ihnen: Wenn ihr den Menschensohn erhöhen werdet, dann werdet ihr erkennen, daß ich es bin und nichts von mir selber tue, sondern, wie mich der Vater gelehrt hat, so rede ich."
Joh 12,49-50 "Denn ich habe nichts aus mir selbst geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, der hat mir ein Gebot gegeben, was ich tun und reden soll. Und ich weiß: sein Gebot ist das ewige Leben. Darum: was ich rede, das rede ich so, wie es mir der Vater gesagt hat."
Joh 17,8 "Denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und wahrhaftig erkannt, daß ich von dir ausgegangen bin, und sie glauben, daß du mich gesandt hast."

So finden sich Zeugnis, Lehre und Predigt im Dienst Jesu Christi:

Joh 18,37 "Da fragte ihn Pilatus: So bist du dennoch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, daß ich die Wahrheit bezeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme."
Mt 4,23 "Und Jesus zog umher in ganz Galiläa, lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen im Volk."

Die Reden Jesu Christi nehmen weiten Raum in den Evangelienberichten ein. Ein Teil dieser Reden ist auch im engeren Sinne "prophetisch", z.B. Mt 24-25. Die Prophetien Jesu Christi waren nicht immer Endzeitprophetien. Ein Teil Seiner Vorhersagen wurde auch unmittelbar erfüllt, z.B.:

Mt 21,2 "und sprach zu ihnen: Geht hin in das Dorf, das vor euch liegt, und gleich werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Füllen bei ihr; bindet sie los und führt sie zu mir!"
Mt 17,27 "Damit wir ihnen aber keinen Anstoß geben, geh hin an den See und wirf die Angel aus, und den ersten Fisch, der heraufkommt, den nimm; und wenn du sein Maul aufmachst, wirst du ein Zweigroschenstück finden; das nimm und gib's ihnen für mich und dich."

Falsche Propheten sollten nach dem Gesetz gesteinigt werden (5.Mose 13,5+10). Christus erwies sich jedoch als der wahre Prophet. Er selbst bezeichnet sich als Prophet:

Mk 6,4 "Jesus aber sprach zu ihnen: ein Prophet gilt nirgends weniger als in seinem Vaterland und bei seinen Verwandten und in seinem Hause."
Lk 13,33 "Doch muß ich heute und morgen und am folgenden Tage noch wandern; denn es geht nicht an, daß ein Prophet umkomme außerhalb von Jerusalem."

Ein großer Teil der Evangelien besteht aus der Verkündigung Jesu Christi und der Seinen Prophetendienst unterstützenden und beglaubigenden Zeichen und Wunder.

Mt 4,23 "Und Jesus zog umher in ganz Galiläa, lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen im Volk."

 

d) Besonderheit des prophetischen Amtes Jesu Christi

Jesus Christus offenbarte Gott nicht nur durch Worte, sondern auch durch Werke und durch Sein Wesen. Er offenbarte Gott in sich und durch sich selbst!

Joh 1,18 "Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat ihn uns verkündigt."
Joh 1,1 "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort."

In Ihm ist alle Prophetie erfüllt. Während alle anderen Propheten nur auf Ihn hinwiesen, ist Er das inkarnierte Wort:

Lk 24,44 "Er sprach aber zu ihnen: Das sind meine Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Es muß alles erfüllt werden, was von mir geschrieben steht im Gesetz des Mose, in den Propheten und in den Psalmen."
Joh 1,14 "Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit."

 

2. Das hohepriesterliche Amt Jesu Christi

 

a) Definition und Erfüllung in Jesus Christus

Gott überbrückt vermittelst des Opfers die Trennung zwischen Gott und Menschen.

3.Mose 17,11 "Denn des Leibes Leben ist im Blut, und ich habe es euch für den Altar gegeben, daß ihr damit entsühnt werdet. Denn das Blut ist die Entsühnung, weil das Leben in ihm ist."
Joh 3,16 "Denn also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben."

Der Priester bringt den Menschen Gott nahe. Auf göttlichen Befehl hin ist er der Mittler zwischen Gott und Mensch und vertritt den Menschen vor Gott.

 

(1) Nahebringer

Das deutlichste Bild für das Nahebringen des Menschen zu Gott finden wir im Handeln des Hohenpriesters am großen Versöhnungstag (3.Mose 16).

3.Mose 16,15+17 "Danach soll er den Bock, das Sündopfer des Volks, schlachten und sein Blut hineinbringen hinter den Vorhang und soll mit seinem Blut tun, wie er mit dem Blut des Stieres getan hat, und etwas davon auch sprengen gegen den Gnadenthron und vor den Gnadenthron [...] Kein Mensch soll in der Stiftshütte sein, wenn er hineingeht, Sühne zu schaffen im Heiligtum, bis er herauskommt. So soll er Sühne schaffen für sich und sein Haus und die ganze Gemeinde Israel."

Diesen Dienst tat Jesus Christus für uns! Er ist unser Nahebringer!

Hebr 9,12 "Er ist auch nicht durch das Blut von Böcken oder Kälbern, sondern durch sein eigenes Blut ein für allemal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erworben."
Eph 2,13 "Jetzt aber in Christus Jesus seid ihr, die ihr einst ferne wart, nahe geworden durch das Blut Christi."

 

(2) Mittler

Der Hohepriester ist auch "Mittler". Er geht vom Menschen zu Gott hin - und dann wiederum von Gott zum Menschen zurück.

3.Mose 16,24 "und er soll sich mit Wasser abwaschen an heiliger Stätte und seine eigenen Kleider anziehen und wieder hinausgehen und sein Brandopfer und des Volkes Brandopfer darbringen und sich und das Volk entsühnen"

Zu den Mittleraufgaben gehören Segen, Lehre und die Befragung Gottes durch das Los.

4.Mose 6,23 "Sage Aaron und seinen Söhnen und sprich: So sollt ihr sagen zu den Israeliten, wenn ihr sie segnet:"
Mal 2,7 "Denn des Priesters Lippen sollen die Lehre bewahren, daß man aus seinem Munde Weisung suche; denn er ist ein Bote des Herrn Zebaoth."
2.Mose 28,30 "Und du sollst in die Brusttasche tun die Lose 'Licht und Recht', so daß sie auf dem Herzen Aarons seien, wenn er hineingeht vor den Herrn, daß er die Entscheidungen für die Israeliten auf seinem Herzen trage vor dem Herrn allezeit."
4.Mose 27,21 "Und er soll treten vor Eleasar, den Priester, der soll für ihn mit den heiligen Losen den Herrn befragen. Nach dessen Befehl sollen aus- und einziehen er und alle Israeliten mit ihm und die ganze Gemeinde."

Das NT offenbart uns Jesus Christus als unseren Mittler!

1.Tim 2,5 "Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus,"

Durch diesen vollkommenen Mittler können wir "zu Gott kommen".

Hebr 7,25 "Daher kann er auch für immer selig machen, die durch ihn zu Gott kommen; denn er lebt für immer und bittet für sie."

Jesus Christus ist der Mittler des neuen Bundes - im Gegensatz zu Mose, dem Mittler des alten.

Joh 1,17 "Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden."
Hebr 9,15 "Und darum ist er auch der Mittler des neuen Bundes, damit durch seinen Tod, der geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen unter dem ersten Bund, die Berufenen das verheißene ewige Erbe empfangen."

 

(3) Vertreter

Aus Gottes Sicht ist der Priester der Vertreter des Menschen vor Gott.

Hebr 5,1 "Denn jeder Hohepriester, der von den Menschen genommen wird, der wird eingesetzt für die Menschen zum Dienst vor Gott, damit er Gaben und Opfer darbringe für die Sünden."
2.Mose 28,12+29 "Und du sollst sie auf die Schulterteile des Schurzes heften, daß es Steine seien zum gnädigen Gedenken an die Israeliten, so daß Aaron ihre Namen auf seinen beiden Schultern trage vor dem Herrn, damit der Herr ihrer gedenke. [...] So soll Aaron die Namen der Söhne Israels in der Brusttasche auf seinem Herzen tragen, wenn er in das Heiligtum geht, zum gnädigen Gedenken vor dem Herrn allezeit."

Der alttestamentliche Hohepriester trug die Namen der 12 Stämme Israels in Edelsteine graviert ständig in die Gegenwart Gottes. Unser Hoherpriester, Christus, kennt uns mit Namen.

Joh 10,3+14 "Dem macht der Türhüter auf, und die Schafe hören seine Stimme; und er ruft seine Schafe mit Namen und führt sie hinaus. [...] Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich."

Wir sind in Ihm in die Gegenwart Gottes versetzt!

Eph 2,6 "und er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus,"

Unser Herr vertritt uns vor Seinem Vater. In Ihm haben wir den Fürsprecher vor dem Thron Gottes.

Joh 17,9+20 "Ich bitte für sie und bitte nicht für die Welt, sondern für die, die du mir gegeben hast; denn sie sind dein. [...] Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden."
1.Joh 2,1 "Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist."
Hebr 9,24 "Denn Christus ist nicht eingegangen in das Heiligtum, das mit Händen gemacht und nur ein Abbild des wahren Heiligtums ist, sondern in den Himmel selbst, um jetzt für uns vor dem Angesicht Gottes zu erscheinen;"
Hebr 7,25 "Daher kann er auch für immer selig machen, die durch ihn zu Gott kommen, denn er lebt für immer und bittet für sie."

 

ANREGUNGEN:

Röm 8,33-34 "Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der gerecht macht. Wer will verdammen? Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und uns vertritt."

 

b) Bedingungen und deren Erfüllung in Jesus Christus

Für den Hohenpriester hatte Gott eindeutige Kriterien aufgestellt. Betrachten wir nun einige dieser Bedingungen, und wie sie in Jesus Christus erfüllt werden.

 

(1) der Hohepriester muß Mensch sein

Nur ein Hoherpriester, der Mensch ist, kann die Menschen vor Gott vertreten. Nur er kann mitfühlen.

Hebr 5,1 "Denn jeder Hohepriester, der von den Menschen genommen wird, der wird eingesetzt für die Menschen zum Dienst vor Gott, damit er die Gaben und Opfer darbringe für die Sünden."

Dies gilt auch für Christus:

Hebr 2,14a "Weil nun die Kinder von Fleisch und Blut sind, hat auch er's gleichermaßen angenommen,"
Hebr 2,17 "Daher mußte er in allem seinen Brüdern gleich werden, damit er barmherzig würde und ein treuer Hoherpriester vor Gott, zu sühnen die Sünden des Volkes."
Phil 2,7 "sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt."

 

(2) der Hohepriester muß von Gott berufen sein

Hebr 5,4 "Und niemand nimmt sich selbst die hohepriesterliche Würde, sondern er wird von Gott berufen wie auch Aaron."

Über dem Priestertum liegt kein Verdienst, sondern eine göttliche Berufung. Nur ein solch "Gerufener" kann vor Gott treten. Auch Christus ist von Gott berufen:

Hebr 5,5-6 "So hat auch Christus sich nicht selbst die Ehre beigelegt, Hoherpriester zu werden, sondern der, der zu ihm gesagt hat: 'Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.' Wie er auch an anderer Stelle spricht: 'Du bist ein Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.'"

 

(3) der Hohepriester muß heilig sein

Mehrmals finden wir die Betonung der Heiligkeit des Priesters. Er mußte für Gott abgesondert sein (= heilig!).

2.Mose 28,36 "Du sollst auch ein Stirnblatt machen aus feinem Golde und darauf eingraben, wie man Siegel eingräbt: 'Heilig dem Herrn'"
3.Mose 21,6 "Sie sollen ihrem Gott heilig sein und nicht entheiligen den Namen ihres Gottes, denn sie opfern die Feueropfer des Herrn, die Speise ihres Gottes; darum sollen sie heilig sein."
3.Mose 21,18 "Denn keiner, an dem ein Fehler ist, soll herzutreten, er sei blind, lahm, mit einem entstellten Gesicht, mit irgendeiner Mißbildung"

Christus mußte heilig, ohne irgendein Fehl sein.

1.Petr 1,19 "sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes."
Hebr 4,15 "Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mitleiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde."
Hebr 7,26-28 "Denn einen solchen Hohenpriester mußten wir auch haben, der heilig, unschuldig, unbefleckt, von den Sündern geschieden und höher ist als der Himmel. Er hat nicht nötig, wie jene Hohenpriester, täglich zuerst für die eigenen Sünden Opfer darzubringen und dann für die des Volkes; denn das hat er ein für allemal getan, als er sich opferte. Denn das Gesetz macht Menschen zu Hohenpriestern, die Schwachheit an sich haben, dies Wort des Eides aber, das erst nach dem Gesetz gesagt worden ist, setzt den Sohn ein, der ewig und vollkommen ist."

 

(4) der Hohepriester muß ein Opfer haben

Der Hohepriester muß ein Opfer haben - er kann nicht ohne das Blut eines Opfers vor Gott treten.

Hebr 5,3 "Darum muß er, wie für das Volk, so auch für sich selbst opfern für die Sünden."

Jesus Christus hat nicht irgendetwas, sondern sich selbst als Opfer dargebracht.

Hebr 7,27 "Er hat nicht nötig, wie jene Hohenpriester, täglich zuerst für die eigenen Sünden Opfer darzubringen und dann für die des Volkes; denn das hat er ein für allemal getan, als er sich opferte."
Hebr 9,12 "Er ist auch nicht durch das Blut von Böcken oder Kälbern, sondern durch sein eigenes Blut ein für allemal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erworben."
Hebr 9,14 "um wieviel mehr wird dann das Blut Christi, der sich selbst als Opfer ohne Fehl durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!"
Hebr 9,26 "sonst hätte er oft leiden müssen vom Anfang der Welt an. Nun aber, am Ende der Welt, ist er ein für allemal erschienen, durch sein eigenes Opfer die Sünde aufzuheben."
Hebr 10,10 "Nach diesem Willen sind wir geheiligt ein für allemal durch das Opfer des Leibes Jesu Christi."
Hebr 10,14 "Denn mit einem Opfer hat er für immer die vollendet, die geheiligt werden."

Der Wert des Opfers liegt im Blut. Daher mußte Christus sterben.

3.Mose 17,11 "des Leibes Leben ist im Blut, und ich habe es euch für den Altar gegeben, daß ihr damit entsühnt werdet. Denn das Blut ist die Entsühnung, weil das Leben in ihm ist."

So gipfelt das hohepriesterliche Amt Jesu Christi - genau wie das AT-Priesteramt - im Opfer und in der Fürbitte.

 

ANREGUNGEN:

  • 3.Mose 16,4
    Hebr 9,26
    Phil 2,7
  • 3.Mose 16,15+21
    Hebr 9,24
    1.Joh 1,9
 
  • 3.Mose 16,24
    Hebr 9,18
    Mt 24,30

 

c) Das melchisedek'sche Hohepriestertum Jesu Christi

Das Hohepriestertum Jesu Christi geht weit über das des aaronitischen Hohenpriesters hinaus. Jesus Christus ist Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks (vgl. zu Melchisedek 1.Mose14,18-20 und Hebr 7,1-3).

Hebr 7,17 "Denn es wird bezeugt: 'Du bist ein Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.'"

Die Priesterschaft nach der Ordnung Melchisedeks unterscheidet sich von der aaronitischen Priesterschaft und ist dieser überlegen. Durch Jesus Christus ist das aaronitische Priestertum beendet. In allen Bereichen des Priestertums fand eine radikale Veränderung statt. Hierüber gibt der Hebräerbrief Auskunft:

Hebr 7,24 "dieser aber hat, weil er ewig bleibt, ein unvergängliches Priestertum"
Hebr 13,20 "Der Gott des Friedens aber, der den großen Hirten der Schafe, unsern Herrn Jesus, von den Toten heraufgeführt hat durch das Blut des ewigen Bundes."
Hebr 9,11-12 "Christus aber ist gekommen als ein Hoherpriester der zukünftigen Güter durch die größere und vollkommenere Stiftshütte, die nicht mit Händen gemacht ist, das ist: die nicht von dieser Schöpfung ist."
Hebr 10,12 "Dieser aber hat ein Opfer für die Sünden dargebracht, und sitzt nun für immer zur Rechten Gottes."

 

(1) Wesen

Höhepunkt des Dienstes eines aaronitischen Hohenpriesters war der große Versöhnungstag. Dieser wurde jedes Jahr wiederholt und galt lediglich dem Volk Israel, also national beschränkt.

3.Mose 16,34a "Das soll euch eine ewige Ordnung sein, daß ihr Israel einmal im Jahr entsühnt wegen aller seiner Sünden."
Hebr 9,7 "In den andern Teil aber ging nur einmal im Jahr allein der Hohepriester, und das nicht ohne Blut, das er opferte für die unwissentlich begangenen Sünden, die eigenen und die des Volkes."

Jesus Christus, der Hohepriester nach der Ordnung Melchisedeks, ist ein für allemal in das Heiligtum eingegangen. Auch ist Sein Dienst nicht auf ein Volk beschränkt - also universal.

Hebr 9,26 "sonst hätte er oft leiden müssen vom Anfang der Welt an. Nun aber, am Ende der Welt, ist er ein für allemal erschienen, durch sein eigenes Opfer die Sünde aufzuheben."
1.Joh 2,2 "Und er ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt."
Hebr 8,1 "Das ist nun die Hauptsache bei dem, wovon wir reden: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der da sitzt zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel"

Vor dem Thron Gottes vertritt Er Seine Auserwählten:

Röm 8,34 "Wer will verdammen? Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und uns vertritt."
Hebr 9,24 "Denn Christus ist nicht eingegangen in das Heiligtum, das mit Händen gemacht und nur ein Abbild des wahren Heiligtums ist, sondern in den Himmel selbst, um jetzt für uns vor dem Heiligtum Gottes zu erscheinen;"
1.Joh 2,1 "Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist."

 

(2) Dauer

Der aaronitische Hohepriester verließ die Gegenwart Gottes im Allerheiligsten wieder. Jesus Christus wirkt dort ununterbrochen weiter. Sein melchisedek'scher Dienst ist ewig.

Hebr 7,24-25 "dieser aber hat, weil er ewig bleibt, ein unvergängliches Priestertum. Daher kann er auch für immer selig machen, die durch ihn zu Gott kommen; denn er bleibt für immer und bittet für sie."

 

SCHLUSSBEMERKUNG:

Im Zusammenhang mit dem priesterlichen Dienst unseres Herrn Jesus Christus kommt immer wieder die Frage nach dem Geltungsbereich Seines Opfers auf. Gilt Sein Tod nur den Auserwählten, oder starb Er für die ganze Welt?

1.Tim 4,10 "Denn dafür arbeiten und kämpfen wir, weil wir unsre Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt haben, welcher ist der Heiland aller Menschen, besonders der Gläubigen."

Einige Verse könnten darauf hindeuten, daß Jesus Christus nur für eine Schar Auserwählter gestorben ist (z.B.: Mt 26,28; Mk 10,45; Joh 17,9; Eph 5,25). Wir lesen aber:

Joh 1,29 "Am nächsten Tag sieht Johannes, daß Jesus zu ihm kommt, und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!"
1.Joh 2,2 "Und er ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt."
Tit 2,11 "Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen."
1.Tim 2,6 "der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung, daß dies zu seiner Zeit gepredigt werde."

Jesus Christus ist für alle Menschen gestorben. Sein Tod ist die Grundlage, aus der Gott dem Sünder vergeben und ihn erneuern kann. Das Heil ist für alle bereitgestellt, aber es wird nicht von allen angenommen (vgl. 2.Kor 5,19-20).

 

3. Das königliche Amt Jesu Christi

 

a) Definition

In Seinem königlichen Amt stellt Jesus Christus die Autoritätsbeziehung zwischen Gott und den Menschen wieder her. Als König gehört Ihm alle Herrlichkeit und Macht, wie z.B. die der Gesetzgebung (Legislative), Regierung (Exekutive), und des Richteramtes (Jurisdiktion).

 

b) Jesus Christus, der König

Jesus Christus ist im AT als König verheißen:

1.Mose 49,10 "Es wird das Zepter von Juda nicht weichen noch der Stab des Herrschers von seinen Füßen, bis daß der Held komme, und ihm werden die Völker anhangen."
2.Sam 7,12-13 "Wenn nun deine Zeit um ist und du dich zu deinen Vätern schlafen legst, will ich dir einen Nachkommen erwecken, der von deinem Leibe kommen wird; dem will ich sein Königtum bestätigen. Der soll meinem Namen ein Haus bauen, und ich will seinen Königsthron bestätigen ewiglich."

Im NT wird Jesus Christus als der König geoffenbart. Vor allem das Matthäusevangelium zeigt uns den verheißenen König und Sein Königreich. Aber auch die anderen Evangelien sprechen von Seiner Königsherrschaft. Dies beginnt schon bei der Geburt Jesu Christi und zieht sich bis zu Seiner Kreuzigung:

Lk 1,33 "und er wird ein König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben."
Lk 2,11 "denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids."
Mt 21,4-5 "Das geschah aber, damit erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten, der da spricht: 'Sag der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir sanftmütig und reitet auf einem Esel und auf einem Füllen, dem Jungen eines Lasttiers."
Joh 18,36-37 "Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden darum kämpfen, daß ich den Juden nicht überantwortet würde; nun aber ist mein Reich nicht von dieser Welt. Da fragte ihn Pilatus: So bist du dennoch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein König."

Doch obwohl der König in Sein Eigentum kam, wurde Er nicht (an-)erkannt (Joh 1,11). Sein eigener Herold zweifelte an Ihm (Mt 11,3), und das Volk lehnte Ihn ab.

Joh 19,14-15 "Es war aber am Rüsttag für das Passafest um die sechste Stunde. Und er spricht zu den Juden: Seht, das ist euer König! Sie schrien aber: Weg, weg mit dem! Kreuzige ihn! Spricht Pilatus zu ihnen: Soll ich euren König kreuzigen? Die Hohenpriester antworteten: Wir haben keinen König als den Kaiser."

 

ANREGUNG:

 

(1) im Reich der Gnade

Die Inthronisation Jesu Christi ist die Hauptbedeutung Seiner Erhöhung. Zur Rechten Gottes wartet Er auf die sichtbare Verwirklichung Seiner Königsherrschaft.

Hebr 8,1 "Das ist die Hauptsache bei dem, wovon wir reden: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der da sitzt zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel."
Ps 110,1 "Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße mache."

Schon heute ist die Gemeinde Teil des Königreiches Gottes.

Joh 18,36-37 "Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden darum kämpfen, daß ich den Juden nicht überantwortet würde; nun aber ist mein Reich nicht von dieser Welt."

Nur durch den Heiligen Geist, der an Pfingsten ausgegossen wurde, kann Jesus Christus als König anerkannt werden.

1.Kor 12,3 "Darum tue ich euch kund, daß niemand Jesus verflucht, der durch den Geist Gottes redet; und niemand kann Jesus den Herrn nennen außer durch den heiligen Geist."

Das Reich Christi ist heute ein Reich der Gnade.

Hebr 4,16 "Darum laßt uns hinzutreten mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu der Zeit, wenn wir Hilfe nötig haben."

 

ANREGUNGEN:

 

(2) im Reich des Friedens

Nachdem Jesus Christus bei Seinem ersten Kommen von Israel abgelehnt wurde, wird er bei Seinem zweiten Kommen erkannt und angenommen werden. Auf dem Thron Davids wird Er die Verheißungen an David und Israel als königlicher Messias erfüllen. Dies geschieht im Tausendjährigen Reich.

Sach 12,10 "Aber über das Haus David und über die Bürger Jerusalems will ich ausgießen den Geist der Gnade und des Gebets. Und sie werden mich ansehen, den sie durchbohrt haben, und sie werden um ihn klagen, wie man klagt um ein einziges Kind, und werden sich um ihn betrüben, wie man sich betrübt um den Erstgeborenen."
Hos 3,5 "Danach werden sich die Israeliten bekehren und den Herrn, ihren Gott, und ihren König David suchen und werden mit Zittern zu dem Herrn und seiner Gnade kommen in letzter Zeit."
Hes 37,24 "Und mein Knecht David soll ihr König sein und der einzige Hirte für sie alle. Und sie sollen wandeln in meinen Rechten und meine Gebote halten und danach tun."

Durch die Ausgießung des Heiligen Geistes werden auch diese Untertanen Jesu Christi wiedergeborene Menschen sein.

Röm 11,26 "und so wird ganz Israel gerettet, wie geschrieben steht: 'Es wird kommen aus Zion der Erlöser, der abwenden wird alle Gottlosigkeit von Jakob."
Sach 12,10 "Aber über das Haus David und über die Bürger Jerusalems will ich ausgießen den Geist der Gnade und des Gebets. Und sie werden mich ansehen, den sie durchbohrt haben, und sie werden um ihn klagen, wie man klagt um ein einziges Kind, und werden sich um ihn betrüben, wie man sich betrübt um den Erstgeborenen."
Joel 3,1 "Und nach diesem will ich meinen Geist ausgießen über alles Fleisch, und eure Söhne und Töchter sollen weissagen, eure Alten sollen Träume haben, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen."

Dieses Reich wird ein Reich des Friedens sein.

Jes 9,5-6 "Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst; auf daß seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, daß er's stärke und stütze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des Herrn Zebaoth."

 

ANREGUNG:

 

(3) im Reich der Herrlichkeit

In der neuen Schöpfung wird das ewige und allumfassende Reich des Sohnes dem Vater untertan sein.

1.Kor 15,28 "Wenn aber alles ihm untertan sein wird, dann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott sei alles in allem."

Jesus Christus regiert vom Thron Gottes und des Lammes:

Offb 22,1+3 "Und er zeigte mir einen Strom lebendigen Wassers, klar wie Kristall, der ausgeht von dem Thron Gottes und des Lammes; [...] Und es wird nichts Verfluchtes mehr sein. Und der Thron Gottes und des Lammes wird in der Stadt sein, und seine Knechte werden ihm dienen"

Dieses ewige Reich Gottes wird das Reich der Herrlichkeit sein.

Offb 21,23 "Und die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, daß sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm."