III. Kapitel: Die Fleischwerdung (Inkarnation) Jesu Christi

 

"Der Glaube steht vor Staunen still...", so heißt es in einem Lied. Gott wird Mensch! - was könnte uns mehr in Staunen versetzen als diese uns doch so bekannte Aussage.

Röm 1,3 "von seinem Sohn Jesus Christus, unserm Herrn, der geboren ist aus dem Geschlecht Davids nach dem Fleisch"
Joh 1,1+14a "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. [...] Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,"

Der ewige Gottessohn, Jesus Christus, "im Fleisch" (lateinisch: in carne, daher auch Inkarnation: "Fleischwerdung")!

Die Fleischwerdung unseres Herrn Jesus Christus ist der Mittelpunkt der Heiligen Schrift und des ganzen Heilsplanes Gottes. Im AT wird Seine Inkarnation vorbereitet und prophezeit, im NT Sein Leben und Werk geschildert und erklärt. Ohne die Fleischwerdung Jesu Christi gäbe es keine Erlösung, und wir wüßten nichts von der unendlichen Liebe Gottes.

1.Joh 4,9 "Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, daß Gott seinen eingeborenen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollen."

Dieses Thema ist so zentral, daß es als Kriterium zur Unterscheidung der Geister dient:

1.Joh 4,1-3 "Ihr Lieben, glaubt nicht einem jeden Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind; denn es sind viele falsche Propheten ausgegangen in die Welt. Daran sollt ihr den Geist Gottes erkennen: Ein jeder Geist, der bekennt, daß Jesus Christus in das Fleisch gekommen ist, der ist von Gott; und ein jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, der ist nicht von Gott. Und das ist der Geist des Antichrists, von dem ihr gehört habt, daß er kommen werde, und er ist jetzt schon in der Welt."

 

1. Die Jungfrauengeburt

 

a) Umstände

Gottes Zeitplan der Erlösung ist vollkommen. Mögen uns die fast 400 Jahre Schweigen Gottes, die zwischen dem AT und NT liegen, sehr lang erscheinen, Er wählte den richtigen Zeitpunkt:

Gal 4,4 "Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan,"

Der Heilige Geist veranlaßt den Evangelisten Lukas, den genauen Zeitpunkt festzuhalten. Kein Zweifel sollte aufkommen; der ewige Sohn Gottes kommt in Zeit und Raum als Mensch zur Welt.

Lk 2,1-2 "Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war."

 

ANREGUNGEN:

 

b) Prophetische Hinweise (AT)

Das gesamte AT spricht von der Person und dem Werk unseres Herrn Jesus.

Lk 24,27 "Und er fing an bei Mose und allen Propheten und legte ihnen aus, was in der ganzen Schrift von ihm gesagt war."

So finden sich auch Hinweise auf die Jungfrauengeburt Jesu. Bereits die erste Verheißung auf die kommende Erlösung der Menschheit beinhaltet einen solchen Hinweis:

1.Mose 3,15 "Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen; der soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen."

Deutlicher wird diese Aussage, übersetzen wir "Nachkommen" wörtlicher mit "Samen". Die wohl bekannteste Stelle findet sich im Buch des Propheten Jesaja.

Jes 7,14 "Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel."

Das hier gebrauchte hebräische Wort 'almah muß nicht notwendigerweise mit "Jungfrau" übersetzt werden. Es kann jedes Mädchen / jede Frau zwischen der Geschlechtsreife und der ersten Niederkunft bezeichnen. Die griechische Übersetzung ("Septuaginta") gebraucht jedoch in ihrer Übersetzung von Jes 7,14 das Wort für "Jungfrau". Dies wird schon durch denTextzusammenhang nahegelegt. Schlußendlich ist es jedoch das aufgreifende Zitat im Mt-Evangelium (Mt 1,22-23), das uns bestätigt, daß Jes 7,14 eine Prophetie auf die Jungfrauengeburt unseres Herrn ist.

 

c) Erfüllung (NT)

Die Evangelisten Matthäus und Lukas berichten von der Erfüllung dieser alttestamentlichen Prophetie.

Mt 1,18 "Die Geburt Jesu Christi geschah aber so: Als Maria, seine Mutter, dem Josef vertraut war, fand es sich, ehe er sie heimholte, daß sie schwanger war vom heiligen Geist."
Lk 1,31+34-35 "Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben. [...] Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Manne weiß? Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden."

Neben diesen klaren Aussagen finden wir auch ein Selbstzeugnis unseres Herrn. 12-jährig war Er im Tempel zurückgeblieben und entgegnet nun dem Vorwurf Seiner "Eltern":

Lk 2,49 "Und er sprach zu ihnen: Warum habt ihr mich gesucht? Wißt ihr nicht, daß ich sein muß in dem, was meines Vaters ist?"

Nie finden wir, daß Jesus Christus Joseph als Seinen Vater anspricht. Immer, wenn Er von Seinem Vater spricht, ist die Rede vom göttlichen Vater im Himmel.

Beide Evangelisten, die von der Geburt unseres Herrn berichten, bieten in ihrem Evangelium auch einen Stammbaum. Matthäus, der besonders für die Juden schrieb, schildert Jesus Christus als den König der Juden. Ihm ist wichtig, den legitimen Erbanspruch Christi auf den Thron Davids nachzuweisen.

Mt 1,1 "Dies ist das Buch von der Geschichte Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams."

In drei Vierzehnergruppen sind die leiblichen Nachkommen Abrahams (dem Stammvater) über den großen König David (dem die besondere Königsverheißung gilt) mit seinen Thronfolgern bis zu Joseph, dem Mann Marias, geordnet. Dort finden wir die besondere und von den anderen Versen völlig abweichende Formulierung:

Mt 1,17 "Jakob aber zeugte Josef, den Mann der Maria, von der geboren ist Jesus, der da heißt Christus."

Ein Hinweis darauf, daß Jesus Christus nicht der leibliche Sohn Josefs ist! Zwar war Er dadurch, daß Josef die schwangere Maria zu sich nahm, rechtmäßig von diesem "adoptiert", und daher direkt in der Thronfolge Davids aufgenommen, doch erkannte Er Joseph nicht als Vater an (s.o.).

Der Evangelist Lukas, der seinem griechischen Freund Theophilus schreibt, schildert Jesus Christus als den Heiland der Welt. Verständlich, daß er seinen Stammbaum (Lk 3) nicht bei Abraham enden läßt. Er führt die Abstammung Christi auf den Schöpfungsakt Gottes zurück - Adam.

Lk 3,38 "der war ein Sohn Enosch, der war ein Sohn Sets, der war ein Sohn Adams, der war Gottes."

Im Vergleich zu Mt 1 fällt auf, daß zunächst nicht von "Zeugung" die Rede ist und daß ein anderer Stammbaum präsentiert wird. Der Unterschied läßt sich aus der Sitte der Juden erklären, niemals ein Geschlechtsregister mit einer Frau zu beenden. An ihrer Stelle wird nun der Schwiegersohn erwähnt. Jakob war der leibliche Vater Josefs (Mt 1,16: "zeugte"), wohingegen Eli in Lk 3,23 rechtmäßig als (Schwieger-)Vater des Josefs Erwähnung findet.

In den folgenden Versen wird Jesus Christus von Zeitgenossen als Sohn Josefs bezeichnet: Mt 13,55; Lk 4,22; Joh 1,45; 6,42. Dies steht keineswegs im Widerspruch zur biblischen Lehre von der Jungfrauengeburt, sondern gibt lediglich die Meinung von Menschen wieder, für die gilt:

Lk 3,23 "Und Jesus war, als er auftrat, etwa dreißig Jahre alt und wurde gehalten für einen Sohn Josefs, der war ein Sohn Elis,"

 

ANREGUNG:

 

M.R. De Haan schreibt in "Bibel und Gemeinde" Heft 2 (1976) auf S. 187+189:

"Die Wegnahme der Jungfrauengeburt reduziert Jesus zu einem gewöhnlichen Menschen, gibt ihm den Stempel eines unehelichen Kindes, dem ein unglückliches, lediges Mädchen das Leben schenkte. Durch die Wegerklärung der Jungfrauengeburt würde Maria zur Dirne, Joseph wäre dann ein Ehebrecher und Jesus selbst ein Bastard. [...] Sagen Sie mir, was dieser oder jener glaubt hinsichtlich der Geburt Christi und was seine Haltung ist zu der Lehre der Heiligen Schrift von der Jungfrauengeburt, und ich kann Ihnen genau sagen, was die Person glaubt bezüglich der Gottheit Christi, seines Erlösertodes, seiner leiblichen Auferstehung und seines persönlichen Wiedererscheines."

Luther schreibt:

"Es geht keiner Vernunft ein, daß, der Himmel und Erde geschaffen hat und den die Engel anbeten, sei von einer Jungfrau geboren. Das glaubt niemand, außer, wer auch den Glauben kennt, dies Kindlein sei der Herr und Heiland. Den sollen wir erkennen und annehmen."

"Das ist der Hauptartikel und unser rechter, wahrhaftiger, christlicher Glaube, nämlich daß Christus wahrer Gott und Mensch sei, und der Glaube macht auch allein selig. Wer nun einen anderen Glauben haben will, der fahre immer hin und sehe, wo er bleibe! Will's die Vernunft nicht glauben; daß Gott hab' können Mensch werden, so mag sie es lassen! Aber wir Christen glauben's; denn Gottes Wort sagt's, und dem Glauben ist nichts unmöglich. Die Vernunft mag sich dran stoßen und ärgern, wie sie will! [...] Dieser Glaube allein, sonst keiner, macht selig."

 

d) Notwendigkeit

Mit der Jungfrauengeburt steht und fällt unsere Erlösung. Sie zu leugnen, bedeutet Gott einen Lügner zu nennen oder an Seiner Allmacht zu zweifeln. Aber warum ist die Geburt Jesu von einer Jungfrau so heilsentscheidend?

Hätte Jesus nur menschliche Eltern, so wäre Er ein bedeutender Mensch - aber eben nur ein Mensch! Niemals wäre Er frei von der Erbsünde und der sündigen Natur, die einem jeden Menschen eigen ist. Selbst wenn dies noch möglich wäre, so würde doch der schuldlose Tod eines Menschen nur stellvertretend für einen anderen wirksam sein. Fazit: die Menschheit bliebe verloren!

Wäre Christus nur göttlicher Natur, so könnte Er nicht sterben. Nur der Tod Jesu Christi ist aber das Opfer, das vor Gott gültig ist. Sein sündloses Leben wäre nicht Vorbild und die Erfüllung des Gesetzes (somit auch Bedingung für einen stellvertretenden Tod) - sondern Selbstverständlichkeit, denn Gott kann nicht zum Bösen versucht werden (Jak 1,13). Wieder ergibt sich das Fazit: wäre Christus nur Gott, so bliebe die Menschheit verloren.

Die Jungfrauengeburt ist im Heilsplan Gottes unabdingbar. So kommt Jesus Christus als vollkommener Gott und vollkommener Mensch zur Welt - ein Wunder der Liebe Gottes, das unser Heil ermöglicht. (Zu den zwei Naturen Jesu Christi siehe auch Kapitel IV: Die zwei Naturen Jesu Christi).

 

2. Der Zweck der Fleischwerdung Jesu Christi

Nach dem "Wie?" der Fleischwerdung soll uns nun das "Warum? - Wozu?" der Inkarnation Christi beschäftigen.

 

a) die Verheißungen zu erfüllen

Gott hatte zu verschiedenen Zeiten versprochen, Seinen Sohn in die Welt zu senden. Das AT ist voller Verheißungen, die in Jesus Christus erfüllt wurden.

2.Kor 1,20 "Denn auf alle Gottesverheißungen ist in ihm das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zum Lobe."

Zwischen diesen Verheißungen, die zum Teil auch das zweite Kommen unseres Herrn betreffen, und deren Erfüllung lagen Jahrhunderte, manchmal Jahrtausende. Die Länge der Zeit trägt jedoch den Verheißungen Gottes nichts ab.

Ps 33,4 "Denn des Herrn Wort ist wahrhaftig, und was er zusagt, das hält er gewiß."

Jesus Christus wurde Mensch, um die Verheißungen zu erfüllen.

Röm 15,8-9a "Denn ich sage: Christus ist ein Diener der Juden geworden um der Wahrhaftigkeit Gottes willen, um die Verheißungen zu bestätigen, die den Vätern gegeben sind; die Heiden aber sollen Gott loben um der Barmherzigkeit willen, wie geschrieben steht:..."
Jes 9,5-6 "Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst; auf daß seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, daß er's stärke und stütze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis inEwigkeit. Solches wird tun der Eifer des Herrn Zebaoth."

Gottes Bund mit David (2.Sam 7,16) findet seine Erfüllung im fleischgewordenen Christus.

Lk 1,32-33 "Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben."

 

b) den Vater zu offenbaren

Die Existenz und Kraft Gottes könnte vom Menschen an der Schöpfung erkannt werden (Röm 1,20). Doch Sein Wesen, d.h. Seine Gerechtigkeit, Seine Heiligkeit, Seine Liebe und Seine Gnade, kurz: alles, was Seine Person ausmacht, wird uns durch Jesus Christus geoffenbart. Er, der Sohn, kam, um uns den Vater zu offenbaren. Diese Wahrheit finden wir vor allem im Evangelium des Johannes.

Joh 1,18 "Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat ihn uns verkündigt."
Joh 14,8-9 "Spricht zu ihm Philippus: Herr, zeige uns den Vater, und es genügt uns. Jesus spricht zu ihm: So lange bin ich bei euch, und du kennst mich nicht, Philippus? Wer mich sieht, der sieht den Vater! Wie sprichst du dann: Zeige uns den Vater?"

Die Größe dieser wunderbaren Offenbarung wird in Gal 4,6 deutlich:

Gal 4,6 "Weil ihr nun Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in unsre Herzen, der da ruft: Abba, lieber Vater!"

 

c) die Sünde aufzuheben

Die Sünde trennt den Menschen von Gott. Sie hinwegzutun ist Hauptzweck der Fleischwerdung Jesu Christi.

Hebr 9,26b "..., ist er ein für allemal erschienen, durch sein eigenes Opfer die Sünde aufzuheben."
1.Joh 3,5 "Und ihr wißt, daß er erschienen ist, damit er die Sünden wegnehme, und in ihm ist keine Sünde."

Dafür mußte Christus sterben, denn "der Sünde Sold ist der Tod" (Röm 6,23a). Um sterben zu können, mußte Er aber Fleisch und Blut annehmen:

Hebr 2,14-15 "Weil nun die Kinder von Fleisch und Blut sind, hat auch er's gleichermaßen angenommen, damit er durch seinen Tod die Macht nähme dem, der Gewalt über den Tod hatte, nämlich dem Teufel, und erlöste, die durch Furcht vor dem Tod im ganzen Leben Knechte sein mußten."

Unsere gesamte Erlösung bedurfte der Fleischwerdung Jesu Christi.

Mk 10,45 "Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele."

 

ANREGUNGEN:

 

d) die Werke des Teufels zu zerstören

Hebr 2,14 "Weil nun die Kinder von Fleisch und Blut sind, hat auch er's gleichermaßen angenommen, damit er durch seinen Tod die Macht nähme dem, der Gewalt über den Tod hatte, nämlich dem Teufel"

Satan ist besiegt und entmachtet! Die endgültige Offenbarung dieses Sieges findet am Ende der Zeit statt.

Offb 20,10 "Und der Teufel, der sie verführte, wurde geworfen in den Pfuhl von Feuer und Schwefel, wo auch das Tier und der falsche Prophet waren; und sie werden gequält werden Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit!"

Die Werke Satans (Röm 13,12; Gal 5,19) werden durch Christus zerstört.

1.Joh 3,8b "Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, daß er die Werke des Teufels zerstöre."

 

ANREGUNGEN:

 

f) der treue Hohepriester zu werden

Christus kam, um jede menschliche Erfahrung zu machen, ausgenommen der Sünde.

Hebr 4,15 "Denn wir haben nicht einen Hohepriester, der nicht könnte mitleiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde."

Nur ein Mensch kann Hoherpriester für Menschen sein. Nur ein Mensch kann die Menschen vertreten.

Hebr 5,1 "Denn jeder Hohepriester, der von den Menschen genommen wird, der wird eingesetzt für die Menschen zum Dienst vor Gott, damit er Gaben und Opfer darbringe für die Sünden."
Hebr 2,17-18 "Daher mußte er in allem seinen Brüdern gleich werden, damit er barmherzig würde und ein treuer Hoherpriester vor Gott, zu sühnen die Sünden des Volkes. Denn worin er selber gelitten hat und versucht worden ist, kann er helfen denen, die versucht werden."

 

ANREGUNG:

 

g) das Vorbild zu hinterlassen

Der stärkste Antrieb zu einem heiligen Leben kommt nicht durch Gesetze und Vorschriften, sondern durch ein glaubwürdiges, heilig vorgelebtes Leben! Dieses Vorbild hat Jesus Christus hinterlassen.

Mt 11,29 "Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen."
1.Joh 2,6 "Wer sagt, daß er in ihm bleibt, der soll auch leben, wie er gelebt hat."
1.Petr 2,21-22 "Denn dazu seid ihr berufen, da auch Christus gelitten hat für euch und euch ein Vorbild hinterlassen, daß ihr sollt nachfolgen seinen Fußstapfen; er, der keine Sünde getan hat und in dessen Mund sich kein Betrug fand;"

 

ANREGUNGEN:

 

h) das Gericht vollziehen zu können

Kein Mensch kommt an dem fleischgewordenen Sohn Gottes vorbei. Alle müssen ihre Knie vor Ihm beugen (Phil 2,10), entweder in der Anbetung des gekommenen Erlösers oder aber im Gericht vor dem kommenden Richter!

Joh 5,22-27 "Denn der Vater richtet niemand, sondern hat alles Gericht dem Sohn übergeben, [...] und er hat ihm Vollmacht gegeben, das Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist."

 

ANREGUNGEN:

Joh 20,21b "Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch!"
2.Kor 8,9 "Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich würdet."
Röm 15,2-3a "Jeder von uns lebe so, daß er seinem Nächsten gefalle zum Guten und zur Erbauung. Denn auch Christus hatte nicht an sich selbst Gefallen,"